 Beschreibung:
Das Sparen von täglich verfügbarem Geld auf einem unverzinsten Girokonto oder in Form von physischem Bargeld in eigener Verwaltung (im sprichwörtlichen „Sparstrumpf“) fällt normalerweise nicht unter den Begriff Geldanlage, da hierbei kein Zinsertrag anfällt und bei positiven Inflationsraten sogar ein Kaufkraftverlust entsteht.
Allerdings gibt es eine seltene Phase im Wirtschaftszyklus, die Deflation, in der es tatsächlich
sinnvoll ist, Bargeldbestände als Geldanlage anzusehen. In der Deflation fallen die Preise der
Güter in der Realwirtschaft rapide, so dass mit fortschreitender Zeit immer mehr Güter für den
gleichen Geldbetrag erwerbbar sind. In dieser Phase ist außerdem das Zinsniveau sehr niedrig
und der Finanzmarkt tendiert zu starken Kursrückgängen, während die Kaufkraft des Bargeldes
ständig zunimmt, so dass keine zwingende Notwendigkeit besteht, das Geld zinsbringend anzulegen
oder im Finanzmarkt zu investieren, dies wäre sogar von erheblichem Nachteil.
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