 Beschreibung:
Festverzinsliche Wertpapiere
Durch die Ausgabe festverzinslicher Wertpapiere, die die Kreditinstitute zum Kauf anbieten, werden Mittel für größere Vorhaben (Investitionen) aufgebracht. Genannt seien hier Pfandbriefe, mit denen Gelder für den Wohnungsbau beschafft werden können; Kommunalobligationen, Anleihen von Bund, Bundesbahnen und Bundespost, um Mittel z. B. für die Erschließung von Gewerbegebieten, Kanalbau, Ausbau des Verkehrs- und Fernsprechnetzes zu bekommen.
Verzinsung: Die Durchschnittsverzinsung von festverzinslichen Wertpapieren kann z. B. bei 5-6 Prozent liegen. Sie richtet sich nach der Lage am Kapitalmarkt (Börse).
Verfügbarkeit: festverzinsliche Wertpapiere haben bestimmte Laufzeiten, die im allgemeinen zwischen 5 und 10 Jahren liegen. Nach dieser Zeit werden die Papiere zum Nennwert, das heißt dem aufgedruckten Betrag, zurückgezahlt. Wer die Wertpapiere vor dem vorgesehenen Rückzahlungstermin in Geld umwandeln möchte, kann sie jederzeit über ein Kreditinstitut an der Börse verkaufen. Dann ist allerdings nicht garantiert, dass er den Ausgabekurs erhält (der meistens unter 100%, das heißt unter dem Nennwert liegt), sondern bezahlt wird der jeweilige Tageskurs, der an der Börse festgestellt wird. Der Tageskurs kann über oder unter dem Ausgabekurs liegen. So sinken Wertpapiere im Kurs, wenn ihre Verzinsung niedriger als die der neu ausgegebenen liegt. Sie können im umgekehrten Fall – wenn der Zins am Kapitalmarkt sinkt – aber auch steigen.
Aktien
Aktie verbrieft in Höhe ihres Nennwertes ein Anteilsrecht am Grundkapital einer Aktiengesellschaft. Aktien werden an Wertpapierbörsen zum Kurswert gehandelt, der sich aus Angebot und Nachfrage ergibt. Der Aktionär ist also (Teil-)Eigentümer des Unternehmens und entscheidet als solcher in der Hauptversammlung über die Geschäftspolitik. Da sich die größten Aktienpakete in der Hand institutioneller Anleger befinden hat der Kleinaktionär in der Hauptversammlung in der Praxis außer seinem Rederecht wenig Einflussmöglichkeiten.
Verzinsung: Aktien verbriefen einen Anteil am Gewinn (Dividendenrecht). Die Höhe ergibt sich aus dem Dividendensatz, der sich auf den Nennwert bezieht. Er ist abhängig von der Gewinnsituation. Je nach Land variieren die Dividendenzahlungen: einmal pro Jahr (z. B. Deutschland), einmal pro Quartal (z. B. Großbritannien, USA) oder zweimal jährlich (z. B. Niederlande). Firmen mit hohem Investitionsbedarf (besonders Computer- und Pharmabranche) schütten teilweise keine Dividenden aus, da sie den Gewinn wieder investieren. In diesem Fall erwartet der Anleger, dass sich die Kurse entsprechend gut entwickeln um den Nachteil der fehlenden Dividende auszugleichen. Traditionell hohe Dividenden zahlen Versorger, die Ölmultis und manche Banken.
Verfügbarkeit: Aktien können in der Regel jederzeit gekauft und verkauft werden. Dabei können sich Kursverluste oder Kursgewinne ergeben. Der Kunde muss den Kauf- oder Verkaufsauftrag über eine Bank abwickeln. Früher geschah diese überwiegend telefonisch, inzwischen häufig per Internet. Die früher übliche Provision für die Bank in Höhe von einem Prozent des Transaktionsvolumens unterbieten die Internetanbieter zum Teil deutlich.
Aktien werden auch nach der Größe der Firmen unterteilt, die sie ausgeben: blue chips
bezeichnet die erste Reihe, Firmen mit Weltgeltung, die den großen Indizes, z. B. dem Dow
Jones (USA) oder dem DAX (Deutscher Aktienindex) angehören. midcaps bezeichnet die zweite
Reihe, in Deutschland z. B. den MDAX. Darunter folgen die smallcaps in Deutschland z. B. der
SDAX.
|